Mit ca. sechs Jahren ließen sich meine Eltern scheiden und ich begann, wenn ich es auch nicht merkte, meine Eltern zu hassen. Ich habe meine Mutter gehasst: Für die Einsamkeit meiner Kindheit, für die vielen Kränkungen - und meinen Vater habe ich gehasst: Dafür, dass man mich mit all den ungelösten Fragen und meiner Verwirrung in Kopf und Herz allein gelassen hatte. Wer war ich damit vor Gott? War ich wirklich so schuldlos, wie ich es dachte?
Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, daß kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. - 1. Johannes 3, 15
Hätte ich es also die Gegenwart eines unfehlbaren und heiligen Gottes verdient? Wie denn?! Vor Gott war ich ein Mörder. Und wäre es nicht berechtigt gewesen, mich als Mörder zu verurteilen, dafür, dass ich einen Menschen gehasst habe? Ich hätte eigentlich ein ziemlich hartes Urteil verdient. Und jetzt kommt das Unvorstellbare: Dieser Gott, der das Recht hätte, mich als Mörder zu verurteilen und zu richten, wird selbst Mensch und ist noch dazu ...
... nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben - Matthäus 20, 28
Gott wird Diener aller anderen und ein Schuldopfer für viele, damit ein Mörder gerettet werden kann! Irgendwo in einem kleinen, abgelegenen Stall wird Er geboren. Gott wird der Diener eines Mörders! Darum feiere ich die Geburt von Jesus. Darum ist Weihnachten ein Fest.
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